Geschichte der Guntersblumer SPD

Teil 1

Von der Gründung bis zur Wiedergründung

Bereits im Jahre 1921 / 1922 fanden sich politisch interessierte Bürger aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammen und gründeten einen sozialdemokratischen Ortsverein in Guntersblum.

Da offensichtlich alle entsprechenden Unterlagen im Zusammenhang mit der Machtergreifung der NSDAP vernichtet wurden, ist heute leider davon nur noch so viel bekannt, dass die Gründung im zeitlichen und personellen Zusammenhang mit der Gründung des Athletenclubs (1921) stehen muss.

Weiterhin ist bekannt, dass im Rahmen der SPD-Guntersblum eine Schalmeiengruppe und eine Gruppierung des Reichsbanners ( Gründung 1925 ) aktiv waren und es neben dem örtlichen Vereinsleben auch rege politische Kontakte, über die Gemeindegrenzen hinaus, zu den benachbarten Ortsvereinen in Alsheim und Gimbsheim gab.

Als trauriges Ende dieser kurzen Vereinsgeschichte wurden am 12.04.1933 Guntersblumer Sozialdemokraten verhaftet und in das neu gegründete Konzentratioslager nach Osthofen verbracht.

Dies waren:

  • Herr Rudolf Burkhardt, Arbeiter
  • Herr Adam Ruppert, Arbeiter
  • Herr Leo Fränkel, Kaufmann
  • Herr Otto Schätzel, Arbeiter
  • Herr Heinrich Göttelmann, Arbeiter
  • Herr Lorenz Schmitt, Arbeiter
  • Herr Artur Mayer, Weinhändler
  • Herr Peter Schniering, Arbeiter
  • Herr Andreas Marquardt, Arbeiter
  • Herr Heinrich Simon, Knecht
  • Herr Heinrich Marquardt, Arbeiter
  • Herr Ernst Trumpler, Arbeiter
  • Herr Philipp Midinet, Arbeiter
  • Herr Karl Wittlinger, Gastwirt

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Zitate

Ich habe mich eigentlich nie für Politik interessiert. Das kam nur durch die Wende. Das war die Einsicht in die Notwendigkeit: Wenn nun etwas anders werden soll, müssen das auch andere Leute machen.
[Regine Hildebrandt, SPD]

 

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