SPD Position zum Gewerbegebiet-Ost

SPD Kriterien für ein nachhaltiges Gewerbegebiet als Diskussionsgrundlage

Seitens der SPD-Fraktion schließen wir uns dem Arbeitspapier der FWG, vollinhaltlich an und bedanken uns für die Ausarbeitung!

Dieses entspricht im wesentlichen den Empfehlungen der Energieagentur für die Entwicklung nachhaltiger Gewerbegebiete!

Grundsätzlich legen wir Wert darauf, dass wir in Guntersblum einen modernen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Gewerbestandort entwickeln, der ökonomische Stärke mit ökologischer Verantwortung verbindet.

Ergänzend zu dem erarbeiteten FWG Arbeitspapier sollten noch folgende Kriterien mit aufgenommen werden:

  • Die Verwendung von ressourcenschonenden Materialien sollte definiert und als Vorgabe im B-Plan mit aufgenommen werden
  • Energieeffiziente Gebäudetechnik und moderne Energiekonzepte sind erforderlich, um moderne, nachhaltige Standards zu gewährleisten.
  • Dies bedeutet, dass der Gewerbepark CO 2- neutral betrieben wird
  • Und den KfW-40 Standard erfüllt.
  • Dach- und Fassadenbegrünung können dazu einen Beitrag leisten
  • E-Ladeinfrastruktur ist zu berücksichtigen bzw. die Umsetzung der entsprechenden Gesetzesvorgaben nachzuhalten.
  • Luft-Wärmepumpen und Eigenstrommodelle mit Batteriespeicher in Verbindung mit energiesparender Gebäudetechnik sollen zentrale Bestandteile sein (-s.auch Anmerkungen zu CO2 freiem Heizen im Nachgang zu diesem SPD_ Positionspapier)
  • Insgesamt soll Wert auf „architektonische Qualität“ gelegt werden – (Ortseingang, Ortsgesamtbild)

Wer sollte ins Gewerbegebiet einziehen dürfen?

  • Kleine und mittlere Betriebe
  • Für Handwerk
  • Dienstleistungen, Büros
  • Produktion
  • Gesundheitswesen
  • Hotellerie
  • Ladepark
  • Tankstelle (?) (nach besonderes kritischer Prüfung)

Was wollen wir nicht:

  • Riesige Lagerhallen
  • Große Garagenkomplexe
  • Vergnügungsstätten wie Spielhalle, Bordell

Privilegiert werden sollten lokale Gewerbetreibende, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.

Hinweis:

Erläuterungen zum CO2-freien Heizen

CO2-freies Heizen lässt sich durch Technologien erreichen, die auf erneuerbaren Energien basieren und keine fossilen Brennstoffe verbrennen, darunter Wärmepumpen (mit Ökostrom), Solarthermie und Holzheizungen (Pellets, Hackschnitzel). Eine weitere Option ist das Heizen mit Wasserstoff, der in Zukunft als Beimischung zu Erdgas oder als reiner Brennstoff eingesetzt werden könnte.

Technologien für CO2-neutrales Heizen

  • Wärmepumpen: Nutzen Umweltenergie (Luft, Erde, Wasser), um Wärme ins Haus zu transportieren. Für CO2-neutralen Betrieb ist die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen entscheidend.
  • Solarthermie: Erzeugt Wärme direkt aus Sonnenlicht. Sie eignet sich gut für die Bereitstellung von niedrigtemperaturiger Wärme und kann durch die Einbindung in ein konventionelles System ergänzt werden.
  • Holzheizungen: Heizen mit Biomasse wie Holzpellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz. Obwohl bei der Verbrennung CO2 freigesetzt wird, gilt dies als CO2-neutral, da die Bäume während ihres Wachstums das gleiche CO2 wieder aus der Atmosphäre aufgenommen haben.
  • Wasserstoff (H₂): Ein Energieträger, dessen Verbrennung kein CO2 freisetzt. Zukünftig können H₂-Ready-Brennwertgeräte mit Wasserstoff betrieben werden. Bis dahin kann Wasserstoff auch dem Erdgas beigemischt werden.

Wichtige Überlegungen

  • Stromquelle bei Wärmepumpen: Eine Wärmepumpe ist nur dann CO2-neutral, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt.
  • Effizienz und CO2-Fußabdruck bei Holzheizungen: Bei der CO2-Bilanz von Holzheizungen sind auch die Produktion und der Transport des Brennstoffs zu berücksichtigen. Durch die Wahl von Pellets aus nachhaltiger Forstwirtschaft und kurzen Lieferwegen lässt sich der ökologische Fußabdruck verkleinern.
  • Kombination von Systemen: Hybridsysteme, die erneuerbare Energien mit herkömmlichen Technologien kombinieren, können helfen, den fossilen Brennstoffverbrauch zu reduzieren, während das Heizsystem umgerüstet wird.