NACHRUF

Zum Tode unseres lieben Genossen Uwe Diehl möchten wir seiner Familie unser tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Sein soziales Engagement für die Gesellschaft, sowie seine unzähligen Ehrenämter werden wir stets in Ehren halten. Der Familie wünschen wir viel Kraft für diese schwere Zeit.

SPD Ortsverein Guntersblum

 

Bildquelle: Allgemeine Zeitung

 

kompletter Auszug aus dem Naxchruf in der AZ:

von Bina Stutz

GUNTERSBLUM – (bst). Mit Uwe Diehl hat die Gemeinde einen vielseitig aktiven Bürger verloren. Das gilt für das Vereinsleben, bei Wandervögeln, Wassersportfreunden, TV 1848 oder Kellersängern, sowie für die evangelische Kirchengemeinde, SPD und AWO.
Diehl, geboren am 30. Mai 1945, und seine drei Brüder stammen aus einer engagierten Guntersblumer Familie. Wie der Vater wurde Uwe Diehl Elektromeister, orientierte sich jedoch nach einem Jahr in den von Bodelschwingh’schen Anstalten Bethel neu und studierte Sozialarbeit. Vor diesem Hintergrund hat er in Guntersblum und beruflich darüber hinaus bei der Bewährungshilfe am Amtsgericht Worms zur Wiedereingliederung ehemaliger Strafgefangener tatkräftig Anstöße gegeben.
1972 trat Diehl der SPD bei, wurde zehn Jahre später Beisitzer im Ortsverein und 1984 in den VG-Rat gewählt. Dieses Mandat legte er im folgenden Jahr nieder. 1987 wählte die VG-SPD-Versammlung den Guntersblumer Genossen einstimmig zu ihrem Vorsitzenden. 2003 machte der SPD-Ortsverein Diehl zu seinem Schatzmeister.
Nach der Gründung des Guntersblumer Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt 1982 übernahm Diehl den Vorsitz. Ab 1988 unterstützte er Sieghard Spies in dessen Amt als Stellvertreter und 1994 übernahm er erneut für zwei Jahre den Vorsitz.
Vereine und Institutionen trauern nicht nur um ein tatkräftiges Mitglied im öffentlichen Leben, sondern auch um sein fachkundiges Elektrohandwerk im Hintergrund. So auch die evangelische Kirchengemeinde. Bis zuletzt war hier sein Fachwissen im Bauausschuss gefragt. Ehrenamtlich war er als Delegierter in der Dekanatssynode, von 2009 bis 2015 als Kirchenvorsteher sowie als Berater der Flüchtlingshilfe in sozialrechtlichen Fragen tätig.
Am 13. Mai ist Uwe Diehl nach längerer Krankheit gestorben. Ein kritisch denkender Mensch mit klarer Meinung und Haltung hinterlässt im gesellschaftspolitischen Guntersblum eine Lücke.

Pressemitteilung der SPD Fraktion zur Gemeinderatssitzung am 30.04.2020 SPD-Fraktion nimmt nicht teil.

Die SPD-Fraktion wird nicht an der Gemeinderatssitzung am 30.04.2020 teilnehmen. Einerseits liegt der Grund darin, dass die SPD-Räte in der Corona Pandemie zur Risikogruppe zählen. Gemeinderäte sollten bei dieser Pandemie eine Vorbildfunktion einnehmen. Größere Versammlungen sind daher zu vermeiden.

Während unsere Bevölkerung strengen Restriktionen (4. Corona VO RLP) ausgesetzt ist, soll der Guntersblumer Gemeinderat in großer Runde öffentlich tagen!

Gläubige dürfen nicht in Gottesdienste, Senioren und Pflegeheime sind geschlossen, das gesamte gesellschaftliche Leben (Vereine, Kultur, Weinfeste, Gastronomie, Tourismus u.v.a.m.)  ruhen. Das passt nicht!

Die Gemeindeordnung lässt in dringenden Sachlagen Eilentscheidungen zu, zulässig sind auch Entscheidungen in kleinem Kreis und möglich sind auch Videokonferenzen und weitere moderne Kommunikationswege. (Ganz aktuell hat der Landtag eine entsprechende Neuregelung der Gemeindeordnung in die Wege geleitet.)

Fazit: Die Terminierung der Sitzung erfolgte ohne Not. Das entspricht nicht dem Geist der Corona Verordnung und erfüllt keine Vorbildfunktion.

Die SPD-Fraktion hatte diese Auffassung mit Schreiben vom 18.03.2020 der Ortsbürgermeisterin mitgeteilt.

Die SPD-Fraktion befolgt insoweit den Ratschlag der Ortsbürgermeisterin, die ihre mails beendet mit dem Hinweis: „achten sie auf sich, bleiben sie gesund und möglichst zu hause.“

Klaus Bechler

(Fraktionsvorsitzender)

Wenn Muttertag zum Familienfest wird…

Mitte Mai organisierte der SPD Ortsverein Guntersblum ein ganz besonderes Fest zum Muttertag. Wir wollten insbesondere den Müttern einfach mal im Rahmen eines Familienfestes „Danke!“ sagen.

Dazu verteilten wir fleißig Blumengeschenke und nutzten auch den Tag für tolle, konstruktive Gespräche mit den Guntersblumer Bürger*Innen. Während Mama & Co bei Kaffee & Kuchen oder einer Bratwurst die Sonnenstrahlen einfingen, konnten sich die Kinder auf vielen Spielstationen, der Hüpfburg oder bei Glitzertattoos austoben.

Nun ist es aber Zeit sich bei allen Besuchern, Helfern, Freunden zu bedanken! Ohne die vielen helfenden Hände, wäre so ein tolles Fest nicht möglich gewesen. Vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung, egal ob durch Kuchenspenden, liebevolle Basteleien und und und!

Nur gemeinsam als engagiertes Team lässt sich so ein tolles Fest feiern. Wie heiß es denn so schön: „Miteinander-Füreinander“ ein Schritt weiter nach vorne!

(Gäste waren Kathrin Anklam-Trapp (MdL); Steffen Wolf (1 Beigeordneter LK Mainz Bingen), Klaus Hagemann (MdB i. R.), Corinne Herbst (Europa Kandidatin)

Unsere Meinung: ZUR IMMOBILIENAFFÄRE DER ORTSBÜRGERMEISTERIN IN GUNTERSBLUM

Liebe Guntersblumerinnen und Guntersblumer! 

In Zusammenhang mit der Grundstücksaffäre unserer Bürgermeisterin hat die CDU-Fraktion eine Stellungnahme auf ihrer Homepage veröffentlicht und per Flyer an alle Haushalte verteilt.  Darin werden die Fraktionen im Guntersblumer Gemeinderat völlig unangemessen angegriffen.

Wir, als SPD-Fraktion und SPD Vorstand nehmen das hiermit zum Anlass, Sie mit diesem Schreiben über unsere Position zu informieren:

Um was geht`s?  –

Hier in Kurzform:

Zunächst hat die Bürgermeisterin das Anwesen eines Verstorbenen unter Denkmalschutz stellen lassen. Dem Gemeinderat wurde die Motivation für diesen Antrag, nämlich eigene bzw. familiäre Kaufabsicht, vorenthalten.

Anschließend kam es zum Kauf der Immobilie durch den Ehemann.

Bei diesem Kauf wurde auf das Vorkaufsrecht der Gemeinde durch Unterschrift der Beigeordneten verzichtet – der Gemeinderat wurde übergangen.

Soweit die Kurzform!

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Sollten Sie Interesse an den weiteren Details zu dieser Angelegenheit haben, können Sie uns dazu auch gerne persönlich ansprechen! Gelegenheiten dazu gibt es in den nächsten Wochen zahlreich – s. auch weitere SPD-Wahlinfos!

Wie ging es weiter? Auf Nachfrage einer ebenfalls im Rat vertretenen Fraktion (FWG) wurde seitens der Kommunalaufsicht festgestellt, dass dieses Verfahren unzulässig ist und hat das Fehlverhalten der Bürgermeisterin gerügt.

Ebenfalls auf Antrag der FWG-Fraktion wurde Akteneinsicht beantragt, die aber letztlich auch keinen Aufschluss darüber ergab, auf welchem Weg und wann der Ehemann der Bürgermeisterin vom Verkauf der Immobilie erfahren hat.

Die SPD-Fraktion hatte sich den Anträgen angeschlossen und diese unterstützt!

Unsere Meinung dazu:

Transparenz in politischen Entscheidungsprozessen ist unabdingbare Voraussetzung für eine dem Gemeinwohl verpflichtende Amtsführung. Die Information und Beteiligung des Gemeinderates ist hierfür Grundvoraussetzung. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass politische Mandatsträger auch mal Fehler machen.  Bei Immobiliengeschäften mit privatem Interesse ist dabei eine ganz besondere Sensibilität notwendig! Diese Sensibilität hat die Bürgermeisterin hier vermissen lassen! Der „Fehler im eigenen Interesse“ kann politisch nicht als fahrlässig bewertet werden, hier kann von Vorsatz, mindestens aber von grober Fahrlässigkeit ausgegangen werden! („Es wird schon gut gehen und keiner merkt`s!“)

Politische Mandatsträger dürfen auch mal Fehler machen, das ist menschlich und passiert.

Aber wenn dies bei dem Immobiliengeschäft des eigenen Ehepartners geschieht, hat das eine andere Dimension! Wer ein solches Verhalten gutheißt stellt sich selbst in Frage!

In einer Demokratie darf gestritten werden!

Gleichfalls ist es Aufgabe des Gemeinderates, ganz besonders der Opposition, wachsam, – im Interesse des Gemeinwohls – das Handeln der politisch Verantwortlichen zu begleiten. Ein solches Verhalten – wie bei dieser Immobilienabgelegenheit – kann der Gemeinderat nicht hinnehmen. Das ist unser Demokratieverständnis, weshalb wir den Antrag der FWG auch eindeutig unterstützt haben.

Das hat auch überhaupt nichts mit „Wahlkampfgebaren“ zu tun; es war demokratische Pflicht der Ratsmitglieder dieses aufzuklären! Eine zeitliche Verzögerung der Aufarbeitung fand nicht statt.

FWG-Antrag auf Akteneinsicht vom 18.02.2019

  • Gemeinderatssitzung am 21.02.2019 (Benennung der Kommissionsmitglieder)
  • Akteneinsicht am 06.03.2019
  • Gemeinderatssitzung am 04.04.2019 (Bericht der Kommission)

Auch aus dieser Sicht ist die Stellungnahme der CDU-Fraktion nicht nachvollziehbar. Die Verpflichtung zur Wahrung von Recht und Gesetz obliegt jedem Ratsmitglied, egal welcher Partei oder Fraktion er angehört, was im Übrigen auch für den die CDU-Stellungnahme mitzeichnenden Beigeordneten gilt. Die CDU-Ratsmitglieder offenbaren hier ein sehr fragwürdiges Demokratie- und Rechtsverständnis.

So werten wir auch die Aussage in diesem Flugblatt, es sei „kein Schaden“ entstanden. Dabei bleibt zunächst abzuwarten, wenn es um die wahrscheinlich demnächst anstehende Frage der KITA-Erweiterung geht, ob diese These noch Bestand hat. Eine Kita-Verlagerung in die mittelbare Nachbarschaft der heutigen Schullandschaft ist jedenfalls nicht mehr möglich.

Ungeachtet dieser hypothetischen Frage steht aber für uns etwas viel Wichtigeres im Vordergrund:

Es geht um Vertrauen und Glaubwürdigkeit!

Vertrauen, um objektives und dem Gemeinwohl verpflichtendes Handeln! Dieses ist zutiefst erschüttert! Der Schaden, der dadurch entstanden ist, ist zwar materiell nicht messbar – ist aber nach unserem Empfinden enorm.

Die vertretene Auffassung (CDU), unsere Bürgermeisterin handele „stets zum Wohl der Gemeinde Guntersblum“ ist durch diese Affäre eindeutig widerlegt.

Wir, SPD-Fraktion und SPD-Vorstand, lehnen ein solches Verhalten ganz entschieden ab. Nach wie vor sind wir an einer sachorientierten Politik zum Wohle unserer Heimatgemeinde Guntersblum interessiert.  Es ist an der Zeit, dass die CDU selbst ihre Spitzenpolitikerin kritisch hinterfragt!

Liebe Guntersblumerinnen und Guntersblumer,

dieses Schreiben sollte ihrer Information dienen – es ist immer gut, mehrere Meinungen zu hören – bitte machen Sie sich ihr eigenes Meinungsbild.

Wir werden uns jetzt wieder anderen Sachthemen zuwenden, und Ihnen in den nächsten Tagen mit unseren Ideen für die Zukunft unserer lebenswerten Heimatgemeinde weitere Informationen zukommen lassen!

Miteinander – Füreinander!

Ihre SPD Guntersblum

Die Guntersblumer Genossen auf Reisen

(dan) Vor wenigen Wochen hat sich der SPD Ortsverein Guntersblum auf den Weg nach Büttelborn gemacht. Dort verbrachten wir im „Volkshaus“ unsere alljährliche Klausurtagung unter dem Motto #schrittweiternachvorne. Der Tapetenwechsel hat dafür gesorgt, dass wir einen konstruktiven, arbeitsreichen Tag verbringen konnten. Matthias Karn übernahm dabei die Vorbereitung und Leitung der Tagung. Gemeinsam fanden wir schnell zu wichtigen Themen und erarbeiteten Pläne für unsere zukünftige Ausrichtung. Der Monat Mai rückt schließlich immer näher. Daher wollten wir den Tag auch nutzen, um ein Fazit zu ziehen: Was haben wir mit unserer bisherigen Arbeit im Gemeinderat erreicht?

Unter dem Strich steht das Ergebnis, dass wir viele Anträge auf den Weg gebracht oder an ihnen aktiv mitgewirkt haben. Weiterhin gab es auch mehrere Anfragen seitens unserer Fraktion. Nun geht aber der Blick nach vorne. Wir freuen uns daher, zusammen mit unserem Bürgermeisterkandidaten Rainer Tröger, ein tolles Konzept für unser Guntersblum entwickelt zu haben. Vielen Dank an die Teilnehmer der Klausurtagung. Es hat uns riesig Spaß gemacht, miteinander etwas Tolles auf die Beine zu stellen. Was von diesem Tag bleibt ist die Erkenntnis: Wir gehen gestärkt und voller Elan in die kommenden Jahre, um unser Guntersblum voranzubringen! Der Weg über den Rhein hat sich definitiv gelohnt!

Haben wir Sie neugierig gemacht? ─ Dann freuen wir uns mit Ihnen auf lockere Gespräche in den nächsten Wochen. Jetzt ist Zeit zum “ babbele uff de gass“ in Guntersblum!

Die Genossen packen an! – DRECK-WEG-TAG in Guntersblum

Was mit einer Initiative der SPD in den 90er Jahren am Bechtheimer Kanal begann, hat sich heute zum jährlich stattfindenden Dreck-weg-Tag entwickelt. Am vergangenen Samstag war es schließlich so weit. Mit einer motivierten Truppe machten wir uns an die Arbeit. Der Weg führte uns in die Guntersblumer Weinberge, u.a. zum Weinlehrpfad. Leider ließen dort leere Flaschen, Plastikmüll & Co nicht lange auf sich warten. Die Zeit verging so schnell, dass selbst unsere Jüngsten überrascht waren wie einfach Umweltschutzmaßnahmen sein können. Vielen Dank an Udo Oswald, der uns noch zusätzlich mit seinem Traktor und Hänger unterstützte. Ein herzliches Dankeschön auch den Guntersblumer Landfrauen für die kulinarische Bewirtung nach getaner Arbeit. Am Ende des Vormittages gingen wir alle mit einem positiven Gefühl nach Hause. Es war ein voller Erfolg, in jeglicher Hinsicht. Zum Einen konnten wir aktiv etwas für ein saubereres Guntersblum tun und außerdem den Kindern zeigen, wie wichtig es ist, die Umgebung sauber zu halten.

SPD beim Fastnachtsumzug

Rückblickend hatten die Genossen, ob jung oder alt viel Spaß bei der aktiven Teilnahme am Guntersblumer Fastnachtsumzug 2019. Mit folgendem närrischen Motto, schlängelten sich die Vereinsmitglieder durch die Straßen:

„Die Guntersblumer Genossen aktuell nun sehr verdrossen…

Statt GOLDEN AGE im örtlichen Seniorenheim folgt ICE AGE leider doch Daheim…

Mit Gehstock ziehen Oma & Opa los, finden sie die Vollzeitpflege in Guntersblum bloß!?“

Mithilfe von Gehstöcken, Rollatoren und Rollstuhl machten wir uns also auf die Suche nach einem Seniorenheim. Unsere Gegend ist für die politische Fastnacht bekannt. Aus diesem Grund haben wir es uns nicht nehmen lassen, auf ein Thema aufmerksam zu machen, welches uns am Herzen liegt. Es ist wichtig, dass Guntersblumer auch im hohen Alter Guntersblumer bleiben dürfen. Dies kann nur mit einem Seniorenheim mit integrierter Vollzeitpflege realisiert werden. Daher hat unsere Gemeinderatsfraktion auch einen passenden Antrag dazu formuliert und eingebracht.

Abschließend möchten wir uns bei allen bedanken, die unsere Teilnahme am Fastnachtsumzug ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt Matthias Karn und Danijela Stojinovic-Cikic die in mühevoller „Handarbeit“ den Wagen gebaut und gestaltet haben, sowie auch die Organisation übernommen haben. Großen Dank auch an unseren Fahrer Daniel Müller. Eines ist sicher, das wird nicht die letzte Teilnahme gewesen sein!

SPD Guntersblum auf der Suche nach dem Seniorenheim…

Die Guntersblumer Genossen freuen sich sehr über die Teilnahme am diesjährigen Guntersblumer Fastnachtsumzug. Was wäre denn die Fastnacht hier in der Region, ohne politische Themen!?
Mit einer buntgemischten Truppe von jung & alt ziehen wir dann im März auf die Guntersblumer Straßen, auf der Suche nach einem Seniorenheim mit integrierter Vollzeitpflege. Vielleicht werden wir ja fündig? Neben vielen Bonbons halten wir natürlich ein dreifach donnerndes Helau parat und hoffen Sie am 3. März in Guntersblum zu sehen!

Guntersblumer SPD zu Gast bei Merkel

Vergangenes Wochenende machte die Guntersblumer SPD einen Abstecher über den Rhein nach Büttelborn zum dortigen SPD-Verband. Bei einem gemeinsamen Mittagessen gratulierten die Guntersblumer Genossen dem neuen Bürgermeister Markus Merkel zum Einzug ins Rathaus und zur eindrucksvollen Wahlkampagne in Hessen. Da durfte Guntersblumer Wein als Präsent natürlich nicht fehlen!

Beide SPD Verbände verständigten sich beim gemütlichen Beisammensein auf eine länderübergreifende Politik und Partnerschaft. Schließlich liegt beiden Verbänden die Sozialdemokratie am Herzen. In Zukunft soll daher ein regelmäßiger Austausch stattfinden, sowie auch gegenseitige Besuche. Wir als Ortsverein Guntersblum freuen uns auf die Partnerschaft und den Besuch aus Hessen, spätestens am diesjährigen Kellerwegfest.

Zu Besuch bei Marcus Merkel dem Ortsbürgermeister von Büttelborn. Später kam zu unserem Treffen das Büttelborner Prinzenpaar Gisela Müller und Ingo Lücke der SKV Abteilung Carneval.

SPD-Guntersblum positioniert sich beim Überschwemmungspolder

Grundsätzliches:

Dem Schutz vor Jahrhundert oder 200 Jahre Hochwasser kommt zunehmend größere Bedeutung zu. Der Blick in altes Kartenmaterial belegt, auf welche Höhe der Rhein bei sogenannten Jahrhundert Hochwassern ansteigen kann und welche Wassermassen er dabei mitführt. Gerade in den letzten Jahren haben wir andernorts (Elbe, Donau) solche Lagen erlebt und noch in Erinnerung. Extreme Wetterlagen und Starkregenereignisse haben zugenommen.

Von daher sind Hochwasserschutzmaßnahmen auch am Rhein grundsätzlich zu begrüßen, dienen sie doch dem Schutz der Bevölkerung. Dennoch ist es zwingend notwendig, das aktuell in Planung befindliche Projekt „Reserveraum für Extremhochwasser Eich-Guntersblum“ näher zu betrachten.

Nachfolgend informieren wir Sie, liebe Mitbürger/innen, wie sich der Guntersblumer SPD Vorstand und der Vorsitzende Rainer Tröger in dieser Sache positioniert haben:

  1. Der seitens der Landesregierung und der SGD Süd angekündigte Informations- und Dialogprozess ist stets aktuell fortzuführen. Die Beteiligung der Ortsgemeinden und ihrer Bürger/innen ist unabdingbar.
  • Es darf nicht sein – wie verlautet – dass das Projekt jetzt mit diversen Tests und Baumaßnahmen vorangetrieben wird, ohne dass die Öffentlichkeit jeweils zeitnah darüber informiert wird.
  1. Die Interessen der betroffenen Ortsgemeinden und ihrer Bürger/innen sind zwingend zu berücksichtigen.
  2. Umwelt- und Naturschutz sollten in besonderem Maße in die Planungen einfließen: Gefahr für:
  • Naturschutzgebiet Fischsee
  • Wasserversorgung
  • hochwertige landwirtschaftliche Nutzflächen
  • Schutz vor Öl, Fäkalien, Treibgut und Chemikalien im Flutungsfall
  • Bildung von Kiesinseln
  • ehemalige Mülldeponie
  • Hühnerfarm
  • Erdölförderung
  1. Solidarität:
  • Solidarität hat in der Sozialdemokratie einen hohen Stellenwert. Dies gilt sowohl gegenüber denjenigen, die mit dem Retentionsraum eventuell geschützt werden könnten, muss aber selbstverständlich auch für die betroffenen Bürger in Guntersblum und im Altrheingebiet gelten.
  • Sollte der Polder nicht verhindert werden können, dann ist – zum Beispiel über einen Entschädigungsfond – sicherzustellen, dass die Eigentümer vom Druckwasser gefluteter Häuser sowie evtl. weiterer Geschädigter Anspruch auf Entschädigung haben. Weitere Risikofaktoren sind zu erheben.
  • Diese dürfen nicht zu Lasten von Guntersblum oder den Altrheingemeinden gehen.
  • Solidarität ist keine Einbahnstraße
  1. Kosten/Nutzen-Analyse:
  • Wir erwarten detaillierte Informationen, wem und in welchem Umfang die geplante Flutung dieses großen Areals einen Nutzen bringt.
  • In welcher Größenordnung läßt sich dieser darstellen?7
  1. Zeitnahe und geordnete Binnenentwässerung ist mit baulichen Maßnahmen sicherzustellen:
  • Das gilt für das Poldergebiet im Flutungsfall
  • Ganz besonders aber für das bisher noch nicht gelöste Problem der Binnengewässer, wie Bechtheimer Kanal oder Seebach.

Die SPD-Guntersblum setzt auf fraktions- und ortsübergreifende Zusammenarbeit und bietet diese ihrerseits an!

Hochwasserschutz JA – aber nur unter Berücksichtigung der Belange der örtlich betroffenen Gemeinden und nicht einseitig zu deren Lasten!

Auf jeden Fall werden wir das Projekt sehr wachsam und konstruktiv kritisch begleiten!

Rainer Tröger

Vorsitzender